ISCRAM 2026 in Den Haag: XR-Anwendungen für die Wissenschaftskommunikation in der zivilen Sicherheitsforschung
Ann-Kathrin Lindner präsentiert den Vortrag „Immersive Science Communication: Using Virtual Reality to Bridge Civil Security Research and Policy-Making"
Leonie Terfurth präsentiert „Troubled Water" in der Postersession
Austausch auf der ISCRAM 2026 in Den Haag
Unter dem Motto „Building Stronger Futures" richtete die ISCRAM 2026 vom 31. Mai bis 3. Juni in Den Haag den Blick auf die großen sicherheitsrelevanten Themen unserer Zeit: Naturkatastrophen, Klimawandel, Cybersicherheit, kritische Infrastrukturen und Künstliche Intelligenz. Im Mittelpunkt standen das Verstehen einzelner Krisen ebenso wie der Whole-of-Society-Ansatz zu ihrer gemeinsamen Bewältigung. In Workshops und Panels diskutierten Teilnehmende aus der ganzen Welt über diese Themen.
News vom 11.06.2026
Für das Forschungsforum Öffentliche Sicherheit stand bei dieser Ausgabe der ISCRAM der Einsatz innovativer XR-Anwendungen zur Wissenschaftskommunikation mit Fokus auf die zivile Sicherheitsforschung im Vordergrund.
Ann-Kathrin Lindner, Leiterin des Zukunftslabors Sicherheit, stellte im Track „Serious Gaming for Crisis and Disaster Resilience" das XR Security Lab vor – eine VR- und AR-Anwendung, die zivile Sicherheitsforschung für Entscheider:innen aus Politik, KRITIS und BOS erlebbar macht. Das XR Security Lab visualisiert Krisen und Katastrophen, bevor sie geschehen, und zeigt, wie Innovationen aus der Forschung zu ihrer Bewältigung beitragen können. In der anschließenden Demo-Session konnten die Teilnehmenden selbst in fünf Krisenszenarien eintauchen: Hochwasser, Brand, Blackout, Unwetter und überfüllte öffentliche Räume. Der interdisziplinäre Austausch mit Teilnehmenden und Präsentierenden zeigte das wachsende Interesse an neuen Wegen der Wissenschaftsvermittlung für Krisenprävention und -bewältigung. Das zugehörige Paper steht zum Abruf bereit.
In der Postersession war das Forschungsforum mit einer AR-Anwendung vertreten: Leonie Terfurth präsentierte „Troubled Water" – eine Anwendung, die steigende Wasserpegel direkt in die eigene Umgebung projiziert und erfahrbar macht, welche Konsequenzen unterschiedliche Pegelstände für die persönliche Sicherheit haben können. Ein Ansatz, der in Den Haag, knapp über dem Meeresspiegel, auf besondere Resonanz stieß.
Das Forschungsforum dankt den Organisator:innen der ISCRAM 2026 für eine inspirierende Konferenz sowie allen Beteiligten für den Austausch über disziplinäre und nationale Grenzen hinweg.
Wer unsere Szenarien und Exponate selbst aus erster Hand erleben möchte, ist herzlich eingeladen, das Zukunftslabors Sicherheit zu besuchen.
Kontakt: kontakt@sicherheit-forschung.de



